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Holger Grethe ★ Wie investiere ich mein Geld? Was dir die Anlageberater nicht verraten

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Interview mit Holger Grethe von Zendepot

Hi Leute und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ.

Heute habe ich mir den lieben Holger Grethe von zendepot.de geschnappt und mit ihm über Anlagestrategien und seinen Blog geredet. Auf Holger sind wir Anfang des Jahres aufmerksam geworden, als es auch bei Feli mehr darum ging, unser Gespartes irgendwie gewinnbringend anzulegen und nicht von der Inflation auf ein Tagesgeldkonto auffressen zu lassen.

Und zendepot war so der erste Blog, der anschaulich erklärt hat, wie das ganze an der Börse funktioniert, welche Strategien man anwenden kann. Ich hab mich da super wohl aufgehoben gefühlt. Und danach sind wir dann auch aktiv geworden und haben unser Geld in ETFs investiert. Genau darüber habe ich auch mit Holger gesprochen und noch über andere Aspekte seines Online Businesses.

Also viel Spaß mit dem Interview!

In dieser Folge lernst du:

  1. Wieso Holger seinen Arztberuf gegen ein Finanzblog eingetauscht hat.
  2. Welche Anlagestrategien ideal sind um dein Gespartes anzulegen.
  3. Wie du deinen Blog als Marketinginstrument benutzt.

 

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1.000 Dank, Dein Marcus

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Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen

 

Marcus: Ja hi Holger, saucool, dass Du Zeit hast! Willkommen auf dem Podcast!

Holger: Hallo Marcus, grüß Dich! Ich freu mich, dass ich dabei sein darf!

Marcus: Ja, wer bist Du und wo bist Du und was machst Du gerade?

Holger: Also mein Name ist Holger Grethe. Ich betreieb eine Webseite, die heißt zendepot.de und da blogge ich und podcaste ich über private Finanzen und unterstütze Menschen so dabei, erfolgreich Vermögen in Eigenregie zu bilden. Und das ganze mache ich von Düsseldorf aus, also da wohne ich.

Marcus: Okay, das heißt, Du bist selbständig, arbeitest jetzt Fulltime an diesem Projekt zendepot und machst es nicht nebenberuflich?

Holger: Genau, also im Prinzip ist es zu 80% sage ich mal… also ich verdiene noch ein bisschen Geld nebenbei als Arzt. Also den Job, den ich eigentlich gelernt habe. Ähm, aber das ist, ja… kann man schon sagen, eher fast ein Zubrot. Also das Hauptprojekt ist mittlerweile zendepot ja.

Marcus: Ja, das ist natürlich ein krasser Switch von gutbezahlten, wahrscheinlich nem festen Beruf als Arzt hin zur Online Selbstständigkeit. Was hat Dich damals bewogen und wann war das?

Holger: Ähm ja, um ehrlich zu sein, war es aus der Unzufriedenheit mit dem Beruf heraus so ein bisschen. Also ich bin seit 2009 selbstständig. Also etwa… mal überlegen… fünf, sechs… nee sechs Jahre knapp war ich angestellt als Arzt im Krankenhaus. Und dann hat sich so 2009 die Chance ergeben so als Honorararzt das zu machen, als Freelancer zu arbeiten. Da war ein großer Ärztemangel zu der Zeit in Deutschland. Und ja, da konnte man gutes Geld verdienen. Den gleichen Job, den man voll gemacht hat als Angestellter, konnte man als Freelancer natürlich zu viel höheren Preisen anbieten und das war ein paar Jahre ganz schön und finanziell auch sehr lukrativ kann man sagen. Aber trotz des relativ vielen Geldes habe ich gemerkt, dass die Zufriedenheit doch nicht so da ist, so wie sie sein sollte und ich nicht so ganz happy war mit dem Ganzen.

Marcus: Das heißt? Kannst Du vielleicht mal zwei, drei konkrete Beispiele nennen, was Dich da gewurmt hat oder wo Du meinst so “Ich kann mich nicht nicht ganz entfalten oder erfüllen”?

Holger: Ja genau. Also im Wesentlichen ist es so, dass Medizin… also der Arztberuf natürlich eigentlich eine schöne Sache ist, aber es ist eigentlich ein völlig unkreativer Beruf. Also, da gibt’s jetzt nix, wo man irgendwie sich tolle Sachen ausdenkt und ausprobiert, sondern da gibt es feste Regeln und Vorgaben, wie man sich denken kann, an die man sich halten sollte, damit das ganze funktioniert und das ist natürlich auch sinnvoll, aber mir hat dann persönlich dann eben gefehlt so, diese kreative Entfaltung. Also ich habe früher ganz gerne Musik gemacht und war eigentlich immer ein kreativer Mensch. Und das habe ich irgendwie so bei der Berufswahl so ein bisschen außer Acht gelassen, dass das so für mich doch eine große Rolle spielt. Und ähm… Dann kommt so ein bisschen ein unternehmerisches Gen dazu, dass ich irgendwie Lust habe, einfach auch mir etwas aufzubauen, ein Business aufzubauen. Und das war einmal in der Medizin natürlich nicht so richtig möglich und auch irgendwie das Freelancing-Geschäft… Ja, Du wirst halt stunden- oder tageweise gebucht und dann ist es halt Zeit gegen Geld. Und auch das war so ein bisschen, wo ich dachte “Nee, das geht irgendwie besser”. Und hatte mal viel Spaß mit Websites. Ich hab immer welche gemacht auch nebenbei und konnte so ein bisschen HTML und CSS und hatte irgendwie auch Lust zu bloggen, schon Jahre lang, aber dachte immer “Ja worüber denn?”. Also ich hatte nicht so ein richtiges, griffiges Thema. Und dann bin ich irgendwie so auf ein paar amerikanische Blogger aufmerksam geworden. Damals mit Corbett Barr mit Think Traffic. Dann Pat Flynn und solche Leute und habe dann Sachen gelesen, da dachte ich “Das kann ja gar nicht wahr sein”. Also die verdienen ja einen Haufen Geld, die hocken von zu Hause und schreiben was lustig ins Internet und haben da ein laufendes Business. Das war für mich erstmal völlig skurril und unvorstellbar.

Marcus: Und schreiben dann noch über Sachen, die sie privat interessiert ne? Von daher…

Holger: Ja genau. Ja ja. Jetzt war es nicht so, dass ich dachte “Boah, ich will jetzt soviel Geld haben wie die. Sondern es war eher, dass ich erstmal erstaunt war und dachte “Das kann doch nicht sein, dass so was überhaupt funktionert”. Naja, irgendwann ist das dann so ein bisschen so, dass ich gedacht habe “Naja gut, warum nicht? Warum soll das nicht auch hier im deutschsprachigen Raum funktionieren? Probier doch das einfach mal aus”. Und dann war natürlich die nächste Frage: Mit welchem Thema? Was könnte ich den Leuten anbieten, was die interessiert und was ich außerhalb der Medizin noch ganz gut kann? So bisschen habe ich das Thema Geld und Finanzen, weil ich dieses Problem für mich dann irgendwie gelöst hatte. Also wie gesagt, ich habe ganz gut verdient. Und dann war auch die Frage: Was mache ich mit dem Geld? Wie lege ich das an? Und habe mich dann halt sehr intensiv mit der Materie beschäftigt ein paar Jahre und dachte “Okay, also dieser Umgang mit Geld; Geld anlegen; Börse. Das ist etwas, was Du Leuten vielleicht ganz gut erklären könntest” und wo es im deutschsprachigen Raum, für meinen Geschmack auch kein richtig gutes Angebot gab zu der Zeit und dann habe ich gedacht “Okay, dann mache ich das eben”.

Marcus: Mhh, ja spannende Story. Und ja, ich muss auch sagen, ich bin Anfang des Jahres auf Deinen Blog gestoßen, als wir auch genau vor der Frage standen – das war eines der Jahresziele, mich endlich um meine Finanzen zu kümmern und die sinnvoll irgendwo anzulegen, ohne Angst haben zu müssen, zu viel falsch zu machen. Ich glaube, die größte Hürde ist, dass man irgendwie Angst hat und das Geld falsch investiert und es am Ende komplett weg ist oder vernichtet ist. Und das hat mich immer davon abgehalten, das ganze Geld, was ich dann auch irgendwann eisern über die Jahre angespart habe als Selbstständiger, habe ich mehr oder weniger einfach auf dem Tagesgeldkonto verrotten lassen. Und Du weißt ja wahrscheinlich selber, was mit den Zinsen passiert ist in den letzten Jahren, gerade auf den Tagesgeldkonten. Insofern war es ein totales Minusgeschäft, da die Inflation höher gewesen ist, als die Zinsen, die man für das Geld gekriegt hat ne?

Holger: Ja, ja.

Marcus: Wie Du schon sagtest, es gab nicht viel im deutschsprachigen Raum. Wie genau, weiß ich jetzt nicht. ich glaube sogar über Google so  – zu irgend nem Thema rankst Du da ziemlich gut – bin ich auf Deinen Blog gestoßen und dachte “Wow, das ist ja mal geil. Das ist endlich mal jemand, der irgendwie einfach, verständlich, selbst für einen relativen Laien, für mich dieses komplexe Thema Finanzen und Geldanlage angeht”. Und ja, dafür nochmal echt meinen höchsten Respekt und auch meinen höchsten Dank, weil ich aufgrunddessen zusammen mit meiner Freundin, mit Feli, dann aktiv geworden bin. Und wir haben unser erstes Geld genommen und in ETFs investiert.

Holger: Ja super.

Marcus: Cool. Ähm… Warum würdest Du sagen, oder für wen sind ETFs die richtige Wahl? Und vielleicht vorher mal: Was sind ETFs?

Holger: Mhh, also Du sprichst jetzt ETFs an. Das sind Exchange Traded Funds. Übersetzt sind das Börsengehandelte Index Fonds. Das sind Anlageprodukte, die man als privater Anleger kaufen kann oder in die man investieren kann. Letztendlich sind das eine bestimmte Form von Investmentfonds ne? Ich bin nicht so der Fan davon, immer direkt so die Produkte in den Vordergrund zu kehren. Also Du hast sie jetzt angesprochen, deswegen erkläre ich’s kurz, aber primär geht es vor allen Dingen darum, dass man eine Anlagestrategie dazu hat, in der die Produkte eingebettet sind. Also da empfehle ich immer das passive Investieren. Also, dass man nach bestimmten Maßstäben oder Regeln vorgeht und dann diese Produkte einsetzt und darin das Geld investiert. Also natürlich und letztendlich, wenn man Geld anlegen will, muss man irgendwohin investieren und dann sind diese ETFs – diese Exchange Traded Funds – das sind Vehikel, das man dann nehmen sollte, aber ganz wichtig: Damit es wenn auch das tut, was es soll, braucht’s eben diese Anlagestrategie und Anlagephilosophie dahinter. Und ähm… ich kann’s vielleicht versuchen, in wenigen Sätzen zu erklären, was das ist.

Marcus: Ja erklär mal, ansonsten versuche ich’s danach, weil wir sind da natürlich genau nach Deinem Muster auch vorgegangen und haben vorher die Strategie aufgebaut und jetzt auch nicht alles in die ETFs angelegt. Also das sollte jetzt nicht … aber erzähl mal.

Holger: Genau. Also ähm, vielleicht noch vorweg: Also ETFs, also diese Fonds… da kann man in Aktien investieren, aber man kann auch in andere Dinge investieren. Also auch Anleihen, also auch weniger riskante Geschäfte machen, sozusagen. Um das passive Investieren zu verstehen, erzähle ich einmal kurz, was aktives Investieren ist. Und das Gegenteil ist dann das passive Investieren – das ist eigentlich klar. Also ein aktiver Investor, der geht her und sagt “Ich bin so klug und weiß, welche Aktien heute günstig sind und in Zukunft steigen werden wird.” Also “ich erkenne zum Beispiel das nächste Apple” oder irgendwelche Startups, wo ich weiß “Wow, die werden ne super Geschichte hinlegen”. Also wenn jemand glaubt, er kann solche Werte oder solche Unternehmen erkennen.

Marcus: Das ist der Anlageberater, der festangestellt in ner Bank sitzt ne?

Holger: Ja, das sind auch viele Privatanleger, die einfach sagen “ich bin so clever, ich hab’s drauf. Also ich kann diese Firmen erkennen, ich weiß, wer heute günstig ist und morgen abgeht”. Also ja…

Marcus: Das war ich zum Beispiel vor zwei Jahren.

Holger: Ja, das sind ganz viele Leute, die das nach wie vor glauben und … oder dieser Illusion sich hingeben. Und das nächste, also der nächste Punkt ist dann “Ich weiß nicht nur, welche Aktien toll sind oder super werden” sondern “ich weiß auch, zu welchem Zeitpunkt ich die idealerweise kaufe und dann wieder verkaufe. Also ich kann sozusagen auch den Markt timen.” So nennt man das. “Weil ich so gut bin, in diesen beiden Dingen, der Auswahl der Aktien und dem Zeitpunkt erkennen, deswegen werde ich viel besser sein, als der Marktdurchschnitt. Also ich werde eine viel höhere Rendite erzielen. Ich werde so toll sein, wie Warren Buffet oder so. Ich werde 15% – 20% pro Jahr machen mit den Aktien, weil ich es drauf habe.” Das ist der aktive Investor, der eben aktiv investiert.

Marcus: Und oftmals auch davon geleitet – so war es bei mir, dass ich mir dann so die historische Entwicklung angeguckt habe und dann zieht man unbewusst immer Referenzen, dass man irgendwie dazu tendiert “ah ja genau, das hätte ich genau so auch vorhersagen können, weil da war ja genau … das und das ist passiert so. Eigentlich ich müsste jetzt mal einsteigen, weil im Grunde hab ich’s jetzt verstanden, wie es funktioniert die Twitter-Aktie”.

Holger: Genau. Es gibt irgend ne logische Story, wo man sagt “Ja, das ist ja klar. Also China… die brauchen jetzt Erdöl oder die brauchen das, dann muss ich da investieren und das wird abgehen”. Also es gibt immer ganz, ganz logische… viele logische Argumente, warum es gar nicht anders sein kann. Tja, und dann kommt es immer anders als man denkt und das Geld ist weg oder die Aktie halbiert sich im Wert oder die Firma geht Pleite und das Geld ist weg. Und das ist ein großer Verlust. Deswegen geht der Passivinvestor, also das bin ich, geht her und sagt “Das ist alles” – entschuldigung “Quatsch”, beziehungsweise das sollte man sich nicht einbilden. Man sollte vor allem nicht so viel Zeit damit vergeuden, denn diese ganze Geschichte: Aktien auswählen, diese Zeitpunkte auswählen, das erfordert Zeit und Energie. Also ich muss mich laufend damit befassen, muss immer gucken, was macht die Börse, wo gehen die Kurse. Gehen die rauf/runter? Welche Signale gibt’s da? Welche Aktien sind neu? Welche Unternehmenskennzahl haben die publiziert? und so weiter. Also, ich bin laufend mit diesem Zeugs beschäftigt. Ich persönlich habe darauf gar keinen Bock. Also deswegen habe ich dann irgendwann gesagt “also ich will, dass sich das Geld vermehrt, ja. Aber ich habe keine Lust, mich ständig damit zu befassen, weil so toll finde ich’s auch nicht.” Also ich schreibe ganz gerne über Geld und Finanzen, aber ich habe keine Lust mich täglich mit irgendwelchen Börsenkursen zu beschäftigen.

Marcus: Das kann einen ja auch wahnsinnig machen.

Holger: Total, ja eben. Man lebt ja auch nicht mehr entspannt ja… Deswegen ist… einer meiner Wahlsprüche ist “Lebe aktiv, investiere passiv”. Also häng nicht passiv vor’m Computer um aktiv zu investieren. Sondern mach was aus Deinem Leben, geh raus, mach Sport, triff Dich mit Leuten, sei aktiv und investiere Dein Geld passiv. Das funktioniert wunderbar. So, also der Passivinvestor sagt “Ich kann eben keine einzelne Aktie auswählen. Ich weiß nicht, wann ich in den Markt rein oder raus muss und ich bin zufrieden mit der durchschnittlichen Martrendite.” Und die liegt bisher gar nicht so schlecht. Die liegt nämlich im Inflationsbereich beim Aktienmarkt bei ungefähr 6% pro Jahr. So und dann muss ich nur eines tun, nämlich in den gesamten Aktienmarkt investieren. Das heißt, das mache ich über Indexfonds, also über die ETFs eben. Über Fonds, die den gesamten Markt abbilden. Das machen eben Indics, zum Beispiel der DAX, der bildet den deutschen Aktienmarkt ab, beziehungsweise da die 30 größten Unternehmen. Oder ich nehme den S&P500, das sind die 500 größten Unternehmen der USA oder ich nehme einen Fonds zum Beispiel oder einen Index, den MSTI World Index, der die gesamte Welt abdeckt. Und da sind über 1.600 Unternehmen drin. Und da kann ich schon mit 50,00 Euro zum Beispiel kann ich da einen ETF Anteil kaufen und investiere mit meinen 50,00 Euro anteilig an 1.600 Unternehmen. Das heißt, ich streue das Risiko, mein Geld ganz, ganz breit über die ganze Welt. Und wenn da ein oder zwei Unternehmen von Plete gehen, das merkst Du gar nicht. Und dann kommen auch andere wieder in den Index und das wird ausgeglichen. Und deswegen ist das eine relativ risikoarme Möglichkeit in den Aktienmarkt zu investieren. Und die nächste wichtige Sache ist noch, ich versuche nicht in irgendwelche Zeitpunkte zu investieren, sondern ich habe eine sogenannte Buy and Hold Strategie. Das heißt also, ich brauche das Geld jetzt nicht, ja? Also ich mache das ja irgendwie, um… oder wir legen ja alle Geld an, wahrscheinlich irgendwie zu Altersvorsorgezwecken, damit wir nicht mit 80 Jahren noch Geld verdienen müssen. Ich meine, es spricht nichts dagegen, wenn man dann noch irgendwie mit Online Business oder was auch immer Geld verdienen kann, das zu tun, aber ich will’s nicht müssen. Und deshalb, wir wollen dann irgendwie von unseren Ersparnissen leben können und von unserem Vermögen. Und deswegen habe ich einfach einen Zeitraum und ich lasse das Geld 20, 30, 40 Jahre da liegen und muss eben dann da auch nicht rein und raus, sondern weiß eben, langfristig steigt die Börse und deswegen verlasse ich mich einfach darauf, dass dieser Markt wächst und muss nicht irgendwie aktiv rein und raus. So, das ist jetzt mal so doch mehr Worte geworden als geplant, aber ich glaube,  das Konzept ist  jetzt einigermaßen klar.

Marcus: Ja, das Thema ist einfach viel zu komplex, als dass man das in drei Worten glaube ich, abbilden kann. Aber, ich glaube, es ist jetzt rüber gekommen, was grundsätzlich so das Mindset ist. Die Strategie nämlich, die Sachen Buy and Hold einmal zu investieren oder wie Kostolany auch mal gesagt hat: Kauf Dir die Aktie, geh 30 Jahre schlafen und steh dann wieder auf und guck, wo die Aktie steht. Und in den meisten Fällen wird sie dann gestiegen sein. Das Ding, was viele Leute dann verunsichert oder irgendwie dann auch dazu veranlasst, Sachen wieder schnell zu verkaufen in falschen Zeitpunkten, sind so Momente, wie jetzt gerade, glaube ich. Vielleicht kannst Du da mal kurz erklären oder aus Deiner Sicht, was da gerade passiert. Wieso beispielsweise die MSCI Indices nach unten gegangen sind oder der DAX irgendwie seinen schlechtesten Wert hat seit Jahren und was Du erwartest so, in den nächsten paar Monaten.

Holger: Ähm, ja was heißt passiert…. Passiert ist im Prinzip nichts Außergewöhnliches. Das heißt also, wir haben ne Zeit lang erlebt, dass die Kurse nach oben gestiegen sind und es mal einfach zu sagen. Und jetzt gibt es momentan wieder so nen Dämpfer und in diesem Fall ist jetzt der Aufhänger eben China, dass da gesagt wird “Naja, das Wirtschaftswachstum geht zurück” oder “Es ist alles nicht so toll und die chinesische Börse… da brechen die Kurse ein” und weil wir eben in einer globalisierten Welt leben, wo alle miteinander Handel treiben, ist das eben alles vernetzt und verknüpft und wenn man sagt “Oh, China geht’s nicht gut”, dann denkt man sofort “Naja, aber wir Deutschen exportieren ja ganz viele Sachen nach China, dann kaufen die bald nicht mehr bei uns, dann wird’s uns auch schlechter gehen”. Und weil eben an der Börse immer die Zukunftserwartungen gehandelt werden, reagiert das dann alles so, dass man sicht denkt “Oh oh oh, jetzt geht’s bestimmt überall runter” und schon verkaufen die Leute ihre Anteile und die Kurse fallen. Also, das ist sozusagen der Zusammenhang vereinfacht dargestellt. Was ich für die nächsten Monate erwarte… keine Ahnung… es gibt drei Möglichkeiten: Die Kurse können weiter fallen; sie können so bleiben wie sie jetzt sind oder sie können steigen. Das ist immer meine Standardantwort auf Prognosefragen. Ähm, ehrlich gesagt, mich interessiert das überhaupt nicht, beziehungsweise, wenn ich jetzt sehe, die Kurse gehen runter, dann ist das für mich, als jemand der in der Ansparphase ist, also der sein Geld ja investiert, um es später rauszunehmen, eigentlich ne super Sache. Denn wenn die Kurse fallen, heißt das auf Deutsch, die Preise für Aktien werden günstiger. Das heißt ich kann günstiger einkaufen. Das Kuriose ist, dass die Leute immer sagen “Boah, wenn’s im Geschäft nen Rabatt gibt von 30%”, dann flippen die aus und sagen “Wahnsinn, da muss ich hin, das muss ich kaufen, sofort!” ja? Wenn sozusagen es an der Börse einen Rabatt gibt, weil die Kurse um 30% gefallen sind, dann sagen alle “Du liebe Güte, ich muss alles verkaufen, das ist ja furchtbar”. Also, das ist eine völlig paradoxe Herangehensweise. Denn eigentlich heißt das… Also klar, für Leute, die jetzt Rentner sind und von Aktien leben beziehungsweise Stück für Stück verkaufen wollen, weil sie eben davon leben… für die ist es natürlich nicht so schön. Deren Vermögen sinkt momentan. Oder deren Aktienvermögen nimmt im Wert ab. Aber für Leute für uns, die in der Ansparphase sind, die erst Vermögen aufbauen, ist es eigentlich eine super Sache, weil wir günstige Anteile einkaufen können, die dann später wieder im Wert steigen.

Marcus: Mhh, und das ist glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt. Das ist genau dieser Switch im Mindset. Dass man sich da nicht an denen orientiert, die gerade alle verkaufen und das macht, was alle machen. Sondern Du hast glaube ich irgendwann auch mal Warren Buffet erwähnt und die klugen Investoren in den Staaten. Die kaufen jetzt nach und ich habe jetzt auch überlegt, wie komme ich schneller an mein Geld? Wie kann ich vielleicht noch schneller Rechnungen stellen irgendwie, weil die Kurse sind gerade total niedrig, ich glaube daran. Und am liebsten würde ich jetzt auch gerne einfach noch mich mit noch mehr, ja… ETFs oder anderen Produkten dann eindecken, weil man ja genau weiß, früher oder später geht’s wieder hoch. Das ist ja dieser Zyklus glaube ich, von diesen vier Phasen, die es in der Wirtschaft immer gibt. Kann man das auch auf die Aktienmärkte übertragen?

Holger: Ähm ja, also Kostolany hat immer so den Begriff geprägt “Des Eides Kostolany”. Also der hat da auch so nen Kreislauf gezeigt und gesagt so, also es gibt sozusagen eine Spitze. Das ist dann eben die völlige Übertreibung. Dann werden die ersten dann kritisch, verkaufen, dann stürzen die Kurse irgendwann ab und dann bildet sich wieder irgendein Boden, wo dann sozusagen am untersten Punkte Leute sagen “Naja, so schlecht kann’s ja gar nicht sein”. Und dann kaufen die wieder. Dann geht’s wieder hoch. Irgendwann kommt die Phase der Übertreibung und so geht’s dann immer im Kreislauf. Und wielange jetzt ein so ein Zyklus dauert, das ist völlig unterschiedlich. Wir haben ja seit der Jahrtausendwende, sagen wir mal, zwei Starke Abschwünge erlebt in sehr kurzer Zeit. Davor waren’s – ich weiß nicht – 15 Jahre, glaube ich, dann Mitte der 80er Jahre lief’s kontinuierlich aufwärts. Also, das weiß man eben nicht. Aber was heute ein Börsenhoch ist, das ist…. Sozusagen, wenn man den absoluten Kurs nimmt, in fünf Jahren dann schon wieder ein Tief, wo man sagt “Naja, das ist ja kein echtes Hoch in dem Sinne”. Wir stehen ja heute schon wieder viel, viel höher. Also, man muss wirklich in sehr langen Zeiträumen denken. Das fällt uns natürlich schwer. So, wir gucken immer auf die letzten Jahre oder denken über die nächsten Jahre nach und je weiter man sich in die Zukunft bewegt gedanklich, desto verschwommener wird das Bild natürlich. Also ich weiß auch nicht, was ich in zehn Jahren mache. Also ich hoffe, ich bin dann gesund und bin noch da und kann das tun, wozu ich Lust habe. Aber wie es genau aussieht und wie die Wirtschaft ist und ob weiterhin die Welt einigermaßen friedlich bleibt oder ob sich das noch verschlechtert, das weiß man alles nicht ne?

Marcus: Achtest Du da noch drauf oder bist Du da soweit, dass Du sagst “Das ist mir eigentlich total Latte, was da jetzt gerade passiert? Oder tangiert Dich das noch in irgend ner Form oder liest Du bewusst überhaupt keine Wirtschaftsnachrichten mehr oder Nachrichten über die Aktien?

Holger: Ja, also ich kriege natürlich diese Nachrichten so mit, wenn ich irgendwie online Zeitung lese, dann sehe ich natürlich dann irgendwie so ne Headline und so, aber nein, es berührt mich gar nicht mehr, weil ich wirklich weiß, dass …. Also, man muss auch sehen, was die Zeitungen da machen. Was die Medien machen ist natürlich… die müssen auch Geld verdienen ja? Die haben auch ein Geschäftsmodell und das Geschäftsmodell heißt Online Klicks. Und Offline sind’s halt eben die Auflagen und die Anzeigenkunden, die immer bedient werden wollen. Also die Frage für ne Zeitung oder für die Medien ist ja: Wie bekomme ich Leser? Und da ist Angst natürlich, besonders in Deutschland, ein super Aufhänger. Also wenn ich irgendwem mit irgendetwas Angst machen kann… sei es mit rechter Gewalt gegen Flüchtlinge ist oder was weiß ich? – Ne Kindesentführung oder eben nem Crash an der Börse… ich weiß, mit solchen Headlines kriege ich Leute. Die klicken da drauf, die lesen sich das durch. Und wenn ich sozusagen eben irgendwie Angst triggern kann, dann kriege ich Leute. Und deswegen sind natürlich diese Börsennachrichten in Crashphasen wie geschaffen für Medien, um einfach auch Auflagen zu bekommen. Aber wenn man das durchschaut, dann weiß man eben, dass das keine echten News oder Nachrichten im eigentlich Sinn sind. Also die haben für mich keinen…. ich leite daraus jetzt keine Handlungsempfehlung ab. Ich weiß, ich muss dann nichts machen. Und das gesamte Konzept ändert sich dadurch nicht, insofern kann ich das auch einfach generieren. Also es lässt mich wirklich völlig kalt.

Marcus: Okay. Und was würdest Du sagen, wieso ist es sinnvoller oder für wen kann es sinnvoller sein, an der Börse aktiv zu werden, als beispielsweise in ein Eigenheim zu investieren.

Holger: (lacht) Ja, das ist natürlich die Frage aller Fragen, wenn es um Geld geht.

Marcus: Gerade in Deutschland.

Holger: Gerade in Deutschland, ja. Also vielleicht vorweg: Man kann ersteinmal nicht ausrechnen, was günstiger oder besser ist. Das heißt also, diese Idee, dass Leute sagen “Naja, ich nehme jetzt so einen Kalkulator, gebe dann an, was ich monatlich an Miete habe und was ich im Vergleich an Kredit für’s Haus bezahlen würde. Das gebe ich da alles ein und da spuckt mir das Ding aus, ob sich das auf 20, 30 oder 40 Jahre rechnet, ein Haus gekauft zu haben”. Das ist Quatsch auf Deutsch. Ja, also das ist wirklich Quatsch, weil diese Berechner machen nichts anderes, als dass man Prognosen trifft. Man nimmt Werte von heute und projektiert sie 20, 30 oder mehr Jahre in die Zukunft. Und nur wenn all diese Werte, diese Prognosen eintreffen, dann wäre so eine Kalkulation sinnvoll oder man könnte daraus etwas ableiten. Kurz gesagt: Man kann diese Rechner genau mit den Daten füttern, dass sie immer das Ergebnis liefern, das man haben will. Und wenn man unbedingt ein Haus haben will, wird man diesen Kalkulator mit diesen Daten füttern, dass herauskommt: Haus kaufen ist günstig. Also was hinterher rauskommt, ob jemand mit nem Aktiendepot oder mit dem Eigenheim besser abschneidet, individuell betrachtet, weiß man wirklich erst am Ende. Und da haben wir alle nur einen Versuch. Also wir haben alle nur dieses eine Anlegerleben und wissen am Ende, was besser gewesen wäre, aber das hilft ja nix. Also ich muss die Entscheidung heute treffen und deswegen plediere ich immer dafür, eher weiche Faktoren zu werten und sich daran zu halten. Also sprich, sich zu überlegen: Was bedeutet das, wenn ich ein Haus kaufe? – Für mich und für mein Leben. Für mein Berufsleben, für mein Privatleben, für mein Umfeld und so weiter. Und da spielen eben solche Gedanken ne Rolle – also bei mir persönlich zum Beispiel, ich habe gesagt “Ich will kein Haus kaufen. Denn für ein Haus, brauche ich einen Kredit. Wenn ich einen großen Kredit aufgenommen habe, dann weiß ich, was ich jeden Monat an die Bank bezahlen muss. Und ich kann solche Spirenzchen wie, als Arzt fange ich mal an über Finanzen zu bloggen und daraus ein Business zu machen, nicht mehr so locker aus der Hüfte machen, wenn ich so eine große Verpflichtung habe und weiß, da muss dieser Geldbetrag rein.” Denn am Anfang war es so. Das Zendepot hat nicht sofort Geld verdient. Also es hat wirklich ein Jahr gedauert bis das anfing und stabil lief. Und diese Zeit… klar habe ich noch als Arzt gearbeitet, aber auch da war ich dann Freelancer… auch nicht planbar ja. Also auch kein Beamtenjob. Ähm, und das wäre zum Beispiel vom Kredit her für mich, eine viel zu große Freiheitseinschränkung zu wissen, ich muss dieses Geld ranbringen, sonst gibt’s Ärger. Das ist der eine Punkt. Dann ist es häufig so, dass man, wenn man ein Haus kauft… also, man in der Großstadt lebt und gerne lebt, wie ich zum Beispiel, und da sein Umfeld hat… Also ich möchte nicht irgendwo auf’s Land ziehen, nur weil ich dann mir da ein Haus leisten kann. Weil in der Großstadt kann kaum jemand ein Haus bauen oder kaufen. Also wenn man da nicht groß erbt, dann ist das eigentlich nicht zu machen. Was bedeutet, dass die meisten Leute dann irgendwie wegziehen. Und die ziehen dann, weil sie ein Haus haben wollen, müssen sie woanders hinziehen. Und auch das ist wieder nicht ohne Folgen ja? Also ich habe dann vielleicht längere Wege zur Arbeit, ich habe meine Freunde nicht bei mir, ich habe kein Kino, keinen Supermarkt oder sonst was um die Ecke. Also das sind alles so Faktoren, die man sich wirklich überlegen sollte und die ich viel wichtiger finde, als jetzt die Frage: Was kommt in 30 Jahren finanziell bei rum.

Marcus: Mhh, absolut. Ich merke schon, das ist immer sehr individuell abhängig, was man für Pläne/Ziel und wie man persönlich auch so eingestellt ist ne?

Holger: Total ja, also, für jemanden der wie gesagt, einen Beamtenjob hat oder sagt “Ich bin glücklich als Angestellter und bei der Firma bleibe ich jetzt noch die nächsten 30 Jahre”, wenn man das so sicher sagen kann, dann ja… nimm das Haus, ja.

Marcus: Für den könnte das ne Option sein.

Holger: Ja genau, aber für Leute, die was weiß ich, jetzt so wie Du sagen “Pass auf, ich reise gerne um die Welt und arbeite ortsunabhängig”. Da ist auch die Frage: Was will ich dann mit nem Haus ne?

Marcus: Ja absolut, also für mich kommt auch kein Haus in Frage, aber ja wie Du schon sagtest, es kommt immer auf die persönlichen Bedürfnisse an und wie man eingestellt ist. Ich kann auch die Leute voll verstehen, die sagen “Nee, also Marcus, was Du da machst mit dem ortsunabhängigen Arbeiten mit Deiner Freundin und so, das ist absolut nichts für mich”. Da kommen auch immer irgendwie super viele Leute auf uns zu und ähm, fast als ob sie sich selbst erklären müssten, warum sie das jetzt nich machen ne?

(beide lachen)

Und für mich ist das doch völlig in Ordnung und völlig legitim, wenn einer sagt “Ich kann das einfach nicht und ich bin glücklich in meinem festen Job und ich muss wissen, was jeden Monat auf meinem Bankkonto landet, weil ich habe ne Verantwortung. Ich habe Familie, ich habe Kinder, ich habe vielleicht sogar nen Kredit laufen.” Dann sage ich “Fair enogh, ist doch super cool, ist doch geil! Ich frage mich, warum Du dann auf meinen Seiten bist, aber wenn Dir das gefällt und Dich ein bisschen entertainen lassen willst, klar mach weiter so, aber ja… Du musst Dich nicht entschuldigen oder so.” Wir sind für die Leute da, die bereit sind und die darauf Bock haben und die nehmen wir dann gerne mit, aber was vielleicht manche immernoch ein bisschen falsch verstehen ist, wir sind jetzt auch auf keiner Mission oder wollen Leute missionieren oder umpolen oder so was.

Holger: Ja, ja, es kommt wahrscheinlich vielen sehr traumhaft vor, was ihr macht, weil das eben doch relativ außergewöhnlich ist oder eben nicht so zum Standard passt. Zu dem stationären Arbeiten, irgendwo wohnen, nen Job haben und so. Das ist eben etwas völlig anderes. Und man will natürlich oder man wünscht sich immer das, was man gerade nicht hat. Und genauso denkt ihr vielleicht auch manchmal “Naja, irgendwo fest zu wohnen, das wäre vielleicht doch mal ganz schön”. Also die Gedanken kommen vielleicht auch bei euch hoch.

Marcus: Klar.

Holger: Also, das ist ja… einfach vielleicht so ein bisschen auch die Träume und Wünsche der Leute, aber ich denke auch, wenn jemand wirklich glücklich ist in seinem Job und sagt “Ich habe hier mein Umfeld und ich find’s super in der Firma oder wo ich bin” – das ist doch super! Also ich meine, es geht ja letztendlich darum, dass wir glücklich sind. Wie wir das erreichen, das muss jeder selber für sich herausfinden, aber wenn’s der feste Job irgendwo ist, ja, dann ist doch toll!

Marcus: Mhh absolut. Und zu den ganzen anderen Fragen, wovon ich wahrscheinlich noch 50 mehr hätte, gerade über Finanzen, womit ich Dich löchern würde, findet man auf Deiner Seite Zendepot. Echt mit nem super guten Fundus zu allen möglichen Aspekten. Ich habe, glaube ich, drei Tage nur Zendepot durchgelesen und hatte danach das erste Mal das Gefühl, so ein bisschen was verstanden zu haben, wenn es um Geldanlage geht.

Holger: Ja schön.

Marcus: Das coole ist, gerade jetzt so als selbstständiger Unternehmer, wie Du es bist oder wie ich es auch bin, ein Online Unternehmer, kann man da sehr viel für sich selber rausziehen. Ähm, ja lass uns ein bisschen auf Dein Online Business zu sprechen kommen. Du hast gesagt, am Anfang hast Du nicht direkt Geld damit gemacht. Was ganz natürlich und verständlich ist. Es ist so ne Faustformel, dass man so im Durchschnitt nach drei Jahren mit nem Blog oder mit den Businesses, die man da rumbaut auf dem Level ist, wo man dann vorher als Angestellter oder in Deinem Fall Honorararzt oder so gewesen ist. Aber das ist ja auch nur so ein Durchschnittswert. Was ich sagen will: Es dauert einfach. Und es ist harte Arbeit, das muss ich Dir auch nicht sagen, aber ich kann’s nicht oft genug wiederholen. Ähm, weil es die Leute, glaube ich, immernoch nicht verstanden haben. Was sind Deine Produkte neben dem Blog, womit Du Dein Geld verdienst?

Holger: Ja also den Blog würde ich jetzt mal nicht als Produkt bezeichnen, sondern sage ich mal als… Das ist im weitesten Sinne oder wenn man es jetzt geschäftlich betrachtet ein Marketinginstrument, also der Blog und dieser ganze Gratiscontent. Also die Artikel, die Podcasts, Videos, die schaffen im Wesentlichen Vertrauen zu mir als Person und sollen … ja … vermitteln Kompetenz. Dass ich das auch kann, was ich da behaupte und was ich da erzähle und dass das Hand und Fuß hat. Also, ich sage den Leuten auch, ich habe hier kein Finanzdiplom, sondern ich bilde mir nur ein, dass ich verstanden habe grob, wie es funktioniert und kann das halt ganz gut erklären. Und lies Dir das durch und guck, ob Dich die Argumente überzeugen und äh… mehr bin ich da nicht ne? aber…

Marcus: Gab’s da schonmal Leute, die da irgendwie gekommen sind “Boah nee, Holger, jetzt habe ich da alles da und dahin investiert aufgrund Deines Artikels und jetzt ist alles Scheiße, alles unten… was hast Du da gemacht?”

Holger: Äh, da hatte ich immer sehr viel Angst davor, dass so was passiert, aber bis jetzt gab’s das noch nie. Weil ich sowohl jetzt bei den Gratisinhalten, als auch vor allen Dingen in dem Zeninvestorkurs, also wo ich dann eben diese ganze Geschichte Schritt für Schritt erkläre, wie man das praktisch umsetzt und macht und tut, sehr, sehr stark immer wieder auf die Risiken hinweise. Immer wieder die Erwartungen dämpfe und sage “Nicht zu viel erwarten und nicht gierig werden und vor allen Dingen: Lange überlegen, überlegen was man tut und ob man sich damit wohlfühlt.” Also erst auch investieren, wenn man dann auch das Bauchgefühl hat “Okay, ich habe das jetzt verstanden. Ich finde das gut, ich stehe dahinter, ich kann mir das vorstellen, das jetzt zu tun. Ich brauche das Geld jetzt auch nicht sofort”. Also ich reite immer wieder, sozusagen, auf den Bedingungen rum und wie man es angehen sollte, damit die Leute da eben nicht da Blödsinn machen und nachher sagen “Uurgh, ich habe jetzt schnell investiert und jetzt ist doof”. Also ich hoffe nicht, dass solche Leute kommen. Wenn, dann kann ich guten Gewissens sagen “Also, ich hab’s jetzt echt 1.000 Mal erklärt und darauf hingewiesen, was man tun sollte und was nicht”.

Marcus: Mhh okay. Ja, Du warst gerade dabei: Dein Blog ist ein Marketinginstrument, um Dich selber, glaube ich, so als Experte zu nieren und zu belegen, dass Du das Fachwissen zu nem bestimmten Thema hast. Und dann hast Du ja gerade auch schon erwähnt, Du hast einen Online Kurs dazu gebaut, den wir uns auch geholt haben. Gibt’s noch mehr Sachen? Podcast hast Du gerade erwähnt. Erzähl mal, wie das alles so gewachsen ist.

Holger: Genau. Ja, also ich sage mal, auf der einen Seite sind die ganzen Gratisinhalte. Das sind Blogartikel, also Textform; dann Podcast, also Audioform und Videos. Dass ich sozusagen alle drei Kanäle Lesen, Hören und Sehen bespiele. Das ist also schon ein bisschen strategisch überlegt. Und der Podcast bringt dann auch wirklich was, weil die Leute einfach einen hören und ja… ich kriege da wirklich viel Feedback allein zum Podcast, obwohl’s … ich habe angefangen es so zu machen, dass ich meine Blogartikel einfach mehr oder weniger als Podcast einspreche und es parallel veröffentliche. Also, es gibt da keine inhaltliche Trennung mehr. Trotzdem nehmen das manche alleine über den Podcast wahr. Die finden mich über iTunes und so weiter und stellen erst später fest “Ah, es gibt auch nen Blog dazu”. Also, das ist schon ein wichtiger Kanal. Video habe ich ein bisschen was gemacht, aber bei meinem Thema sind die Leute dann doch mehr auf Lesen und Hören, wie ich festgestellt habe. So, das ist also der Gratiscontent und dann gibt es auf der anderen Seite, das habe ich auch inhaltlich oder räumlich so ein bisschen getrennt. Also auf einer anderen URL, auf der zendepot-akademie.de. Da gibt’s dann meine Informationsangebote, die man kaufen kann. Und das ist der Zeninvestor Kurs und dann gibt es noch nen Kurs zum Thema Sparen. Der heißt “Einfach mehr sparen”. Also, für Leute, die das Gefühl haben, sie könnten ein bisschen mehr oder ein bisschen besser mit Geld umgehen und ihre Sparquote ein bisschen erhöhen und sich damit schwer tun.

Marcus: Das ist ja bei vielen Leuten so der erste Hebel, wo man nen mega Impact erreichen kann ne?

Holger: Genau. Also, ich sage mal so, Vermögen bilden passiert auf drei Ebenen: Auf der ersten muss ich Geld verdienen – klar. Auf der zweiten muss ich das verdiente Geld irgendwie sparen. Ich darf nicht alles ausgeben. Und wenn ich diese beiden Ebenen gemeistert habe, dann habe ich ein Ersparnis, also kann etwas anlegen. Und dann bin ich auf der dritten Ebene, wo ich das Geld anlege. Und dieser Einfach Sparen Kurs zielt auf die zweite Ebene ab. Also den Umgang mit Geld zu optimieren. Und da gebe ich so 10 Regeln an die Hand, wie man eben relativ simpel und vor allen Dingen sofort mehr sparen kann. Und das ganze ohne ein lästiges Haushaltsbuch zu führen. Das ist auch ein großes Thema. Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht und fand das immer furchtbar. Und andere Finanzgurus sagen immer “Ja, Du musst eine Excel-Tabelle anlegen oder so ne Smartphone App und jeden Beleg eingeben”. Also ich habe das nie richtig geschafft, also wirklich da jeden Latte Macchiato einzutippen oder jede Pizza und was ich überhaupt gekauft habe.

Marcus: Ich habe da auch schon zig Anläufe gehabt und es nie geschafft.

Holger: Das ist einfach echt schwierig ja? Und ich habe mir gedacht “Es kann nicht sein, dass es nicht einfacher geht” und da habe ich eben diesen Kurs entwickelt, wo man wirklich, wenn man diese 10 Regeln einhält, selbst, wenn man nur die Hälfte davon umsetzt, wirklich einen dicken Benefit merkt. Und genau, das ist der Kurs. Jetzt kommen demnächst noch ein paar Hörbücher, die habe ich jetzt im Sommer produziert.

Marcus: Ist das das Projekt zusammen mit Markus Cerenak oder ist das ein anderes Projekt?

Holger: Nee das sind alles Hörbücher zu meinem Thema. Also Finanzen, da gibt’s was für Börseneinsteiger, wo so die Grundbegriffe erklärt werden. Dann so ein bisschen philosophische Themen, also gelassen mit Geld umzugehen. Du hast es ja vorhin angesprochen: Angst ist ein großes Thema. Angst was zu verlieren. Angst was falsch zu entscheiden. Also da so ein bisschen am Mindset zu arbeiten. Also verschiedene Bereiche, sodass so ein bisschen eine Quintessenz aus dem, was ich jetzt in zweieinhalb Jahren gemacht habe. Auf dem Blog gibt’s jetzt demnächst ein Hörbuch in Ebook-Form. Dann habe ich aber noch weitere Kurse im Kopf, an denen ich jetzt demnächst noch arbeiten werden. Also, das geht dann immer weiter.

Marcus: Ich seh schon, Dir wird nicht langweilig werden oder?

Holger: Nee, überhaupt nicht, also das ist… Das war auch so ein Punkt, das kann ich jedem empfehlen, der an der Schwell steht, so ein Online Business zu starten oder einen Blog zu starten. In erster Instanz, sich ein Thema aussuchen… Es wird immer gesagt Nische, Nische, Nische. Ich finde, Du solltest vor allen Dingen ein Thema haben, wo Du weißt, dass Du da… oder wo Du Dir nicht vorstellen kannst, dass Dir damit jemals langweilig wird. Und Geld zum Beispiel habe ich mir damals überlegt, Geld ist so vielschichtig und komplex. Das kann eigentlich nicht sein, dass mir da nach zwei, drei Jahren langweilig wird, weil da entdecke ich ständig neue Facetten und Du kannst es psychologisch betrachten; Du kannst es philosophisch betrachten; Du kannst es rein mathematisch betrachten, wenn Dir danach ist. Und das fand ich faszinierend an dem Thema und habe gedacht “Okay, mach das mal”. Also mir wird sonst sehr schnell langweilig mit irgendwelchen Sachen und bei diesem Thema nicht, weil es eben sehr komplex ist.

Marcus: Mhh und zu dieser Passion oder Leidenschaft für das Thema an sich kommt ja dann irgendwann auch dieses unternehmerische Feuer dazu.

Holger: Genau, ja klar, sicher.

Marcus: Und ich glaube, das als Mix ist irgendwie so hoch explosiv, dass es einfach… also ich kann es immernoch nicht in Worte fassen so, weil es ist einfach zu geil so. Was da passiert, wenn Du merkst so, Du hast endlich die Freiheit, das tun und lassen zu dürfen, was Du möchtest und musst nicht mehr um Erlaubnis fragen oder ähm… ja… irgendwo ein Einverständnis von jemandem abzuholen, sondern Du hast die unternehmerische Freiheit heute das Projekt zu starten, morgen das, übermorgen ne Kooperation mit dem einzugehen, nen Online Kurs zu machen, ein Hörbuch zu machen, nen Banner einzubauen oder wieder auszubauen….

Holger: Genau, also diese kleinen Entscheidungen… Es gibt eben keine Regeln, ja? Also niemand sagt mir, dass ich jetzt dieses Produkt oder dieses Hörbuch oder diesen Kurs machen soll. Es gibt ihn auch noch nicht und ich kann mir völlig überlegen, wie gestalte ich ihn? Wie verpacke ich ihn? Wie wird das aussehen? Wie wird nachher die Verkaufsseite aussehen? Wie vermarkte ich das? Dafür gibt es keine Regeln, es kommt alles aus mir oder eben nicht und das ist super spannend. Das finde ich genau, wie Du es sagst, eben genau… es ist eine explosive Mischung und wo man dann auch irgendwie, wenn man mal einmal so Feuer und Flamme ist, eigentlich nicht mehr von runter kommt. Ja, das ist schon.

Marcus: Ja, und ich dachte halt früher auch, als ich noch angestellt war und dann auch schon so die ersten Online Selbstständigen in Deutschland oder auch in Amerika gerade verfolgt habe. Dann stand da so was drin, wie “Ja, ich hatte überhaupt keinen Bock mehr zu pennen und ich freu mich morgens, wenn ich aufstehe, ist das erste, an den Rechner zu gehen”. Und dann dachte ich “Ja, was für einen Scheiß willst Du mir hier eigentlich verkaufen” ne? Und habe das echt nicht für bare Münze genommen, dass das möglich sein kann. Und jetzt kann ich jedem sagen, es ist wirklich, absolut und …. gut, aber man muss glaube ich, selber erfahren, bevor man’s dann 100%ig glaubt und greifen kann.

Holger: Ja, also es ist wirklich so. Also ich war auch sehr, sehr, sehr skeptisch am Anfang und habe immer gedacht “Ja, die erzählen das alle und natürlich wollen die auch alle was verkaufen und…” man ist kritisch und skeptisch und denkt “Das kann ja eigentlich gar nicht sein”, aber es ist wirklich… ähm, so der erste verdiente Euro… also wenn zum ersten mal jemand online einem etwas abkauft, was man gemacht hat und hingestellt hat, das ist natürlich einfach dann… dann fällt der Groschen. Und dann denkt man so “Okay, das ist jetzt wirklich Realität”. Also es ist jetzt kein Traum, ja.

Marcus: Ja, und ich glaube, da weiß auch jeder Online Unternehmer noch genau, wo er da in dem Moment gewesen ist. Wo die ersten 3,20 € Einnahme irgendwo auf’s Konto gekommen sind.

Holger: Definitiv, ja.

Marcus: Ja, okay. Hast Du ne bestimmte Morgenroutine oder wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus?

Holger: Ähm ja, Routinen sind immer schwierig. Also ich habe zwei kleine Kinder und habe ja noch diesen Nebenjob Arzt, sage ich mal liebevoll. Sodass es Tage gibt, an denen ich eben auch noch mal in die Praxis fahren muss.

Marcus: Was ja eigentlich auch ganz cool ist, weil das immer dann sicher stellt, dass Du noch mehr soziale Kontakte oder so hast, als jetzt nur hinter’m Rechner zu sein oder?

Holger: Ja, wobei das…. also, optimal wäre es schon, wenn ich jetzt …. also es ist für’s nächste halbe Jahr geplant, dass ich dann wirklich zu 100% auf mein Online Business konzentrieren kann, weil ich dann auch mehr Routinen etablieren kann. Ich habe zumindest jetzt für die Tage, wo ich wirklich reines Online Business machen kann, mache ich mir am Abend vorher so einen Tagesplan. Also da habe ich in Evernot so nen Sheet angelegt, wo feste Pausen eingetragen sind, wo feste Zeiten eingetragen sind.

Marcus: Also schon ganz strukturiert die Tasks, die Pausen und …

Holger: Genau, also, fest stehen schonmal, wann welche Pausen gemacht werden, welche Arbeitseinheiten es gibt, also wie lang die sind. Äh, ich fange dann morgens um 6:00 Uhr an und dann ist aber auch noch eingeplant ne halbe Stunde Sport… ist fix eingeplant. Mittagessen…..

Marcus: Morgens?

Holger: Äh, nicht direkt als Erstes, sondern so nach der zweiten Arbeitsrunde, so gegen 10:30 Uhr.

Marcus: Okay.

Holger: Und ähm, das ist schonmal fix, dass ich da eben auch wirklich dann die Pausen einhalte. Dass ich eben mich bewege, dass ich vernünftig esse. Dass es eben nicht so unstrukturiert verläuft. Das ist ganz gut.

Marcus: Das ist glaube ich ganz wichtig.

Holger: Genau, und dann habe ich mir noch eine große, schöne Uhr gekauft. Die hängt jetzt hier über’m Schreibtisch, dass ich das auch im Blick habe, wieviel Zeit ich für was verwende, dass ich auch die Zeiten einigermaßen einhalte. Dann überlege ich mir eben am Abend vorher, was ich für ne To Do Liste ich jetzt habe, was am nächsten Tag abgearbeitet werden soll. Was da rein passt, in welche Arbeitsblöcke.

Marcus: Wonach gehst Du da?

Holger: Wie meinst Du das?

Marcus: Wie priorisierst Du das? Gehst Du dann danach: Was hat den höchsten Impact? Was ist am dringendsten? Was ist am wichtigsten? Was macht mir am meisten Spaß, wenigsten Spaß?

Holger: Ähm, ja momentan ist es so, dass ich zurzeit meine Webseite ein bisschen umstrukturiere. Da wird es so ein kleine Redesign geben und Dinge werden anders strukturiert. Das E-Mail Marketing wird noch verändert und optimiert. Also es ist momentan noch so ein bisschen Baustelle hinter den Kulissen. Das heißt, das wird eher so Projektarbeit. Das heißt, ich weiß, ich muss dieses Projekt jetzt abschließen und jeden Tag wird ein Stück von diesem Projekt getan. Sobald ich wieder so ein bisschen, sage ich mal, in den Steady State komme oder in so nen Flow komme, dass einfach das normale Blog Business mit Artikel veröffentlichen und so weiter passiert, dann habe ich vor mir so Thementage zu machen. Also dass ich einen Tag zum Beispiel nur über strategische Fragen nachdenke. Und überlege welche Seiten oder welche Sachen müssten optimiert werden? Was könnte man machen? Dann würde ich mir Fortbildungstage einrichten, wo ich also nen ganzen Tag nur andere Online Kurse angucke, Bücher lese, dazulerne, um das dann zu implementieren. Dann wird es Tage, an denen ich rein nur Content produziere. Ich versuche da so ein bisschen so Blöcke zu schaffen, wo ich mich einfach auf ein Ding dann konzentriere und das einen Tag dann durchziehe.

Marcus: Verstehe. Und was für Sport machst Du?

Holger: Ähm ich mache Krafttraining, beziehungsweise das basiert auf nem Buch von Mark Lauren “Fit ohne Geräte” heißt das glaube ich.

Marcus: Ah okay, also funktionales Training.

Holger: Funktionales Training, also so klassische Sachen, wie Klimmzüge, Liegestütze, Kurzhanteltraining, Situps….

Marcus: … Burpees…

Holger: … genau. Also die großen Muskelgruppen einfach zu…. Ja, seitdem ich das mache habe ich auch keinerlei Gelenk- oder Rückenschmerzen mehr. Ähm, zu dem Thema noch: Ich arbeite auch viel im Stehen. Und habe einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Das kann ich noch empfehlen. Also wirklich, was geht nur im Stehen zu machen am Laptop. Und der andere Sport den ich mache ist einfach Laufen gehen zwei, drei Mal die Woche.

Marcus: Und das machst Du dann in Düsseldorf am Rheinufer oder wo genau?

Holger: Nee, von uns aus gesehen ist der Rhein so ein bisschen weiter weg. Wir sind so im Nordosten von Düsseldorf. Aber hier ist ja der Grafenberger Wald und es gibt nen schönen Park. Also ich bin so in einer Minute im Wald oder da gibt’s so nen ganz netten Park mit nem Weiher. Da kann ich meine Runden drehen. Also, das ist auch nett in der Natur dann vor der Haustür.

Marcus: Saucool. Und arbeitest Du dann immer von zu Hause aus oder bist Du auch mal in Coworking Spaces anzutreffen?

Holger: Nee, eigentlich arbeite ich von zu Hause aus. Und das im Wesentlichen… also, ich gehe vielleicht auch mal in ein Café oder so, aber im Wesentlichen bin ich zu Hause. Was ein bisschen daran hängt, dass ich eben diese Sportgeschichte so implementiert habe, dass ich einfach zwischendurch sagen kann “Gut, jetzt mache ich hier mein Krafttraining” und zacke sofort wieder zurück an den Rechner und weiter. Es wäre schwierig, wenn ich woanders wäre. Insofern… Aber ich arbeite auch ganz gerne von zu Hause und mal gucken wie es ist, wenn ich es wirklich fünf Tage dann mache, ob ich dann sage, jetzt muss ich mal nen Tag raus und muss mir irgendwo ein Büro mieten. Aber so richtig, sehe ich das noch nicht.

Marcus: Nee, muss ja auch nicht. Ich glaube, wichtig ist, dass man zu Hause das so ein bisschen klar abgetrennt hat. So, das ist mein Arbeitsbereich und hier ist das Bett und da ist die Couch und da mache ich Sport.

Holger: Genau, nee, das ist getrennt und das geht gut.

Marcus: Cool. Ja sauspannend Holger! Vielen Dank für das Interview!

Holger: Sehr gerne!

Marcus: Und wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Und ich bin gespannt, was Du alles raushaust, die nächsten Monate, Jahre. Ähm wie Du eben schon sagtest: Wenn man einmal on fire ist, dann ist man so umtriebig. Ich glaube, da hört man noch einiges von Dir.

Holger: Da wird noch was kommen, ja.

Marcus: Okay, also, danke und bis bald!

Holger: Vielen Dank, Tschüss!

Marcus: Ciao!

 

Wow, das war ja wohl mal ein Haufen an richtig coolem Input und Infos zu dem doch sonst so trockenen Finanzthema. Ja, wenn Dir die Folge gefallen hat, hinterlasse mir eine Rezenssion auf iTunes, wenn Du es noch nicht gemacht hast oder kommentiere unter die Folge auf LIFE HACKZ.de. LIFE HACKZ wird mit Z geschrieben oder hinterlasse mir auf LIFE HACKZ.de eine Sprachnachricht. Wir sehen uns oder hören uns, besser gesagt, beim nächsten Mal. Bis dann, Peace and Out!

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3 Comments

  1. Sehr coole Folge! Mich interessiert das Thema extrem, weshalb ich mich auch finanziell weiterbilde. Wichtig ist, dass man eine Strategie hat und sie langfristig verfolgt. Zu beginn sollte man viel um das Thema lesen und auch anschauen. Neben Zendepot empfehle ich auch noch den Youtube Channel von Kolja Barghoorn “Aktien mit Kopf” https://www.youtube.com/user/AktienMitKopf

    • Thx für den Link, Sebastian.
      Den YouTube channel checke ich aus!

  2. Vielen Dank für dieses Interview. Die Finanztipps von Holger Grethe sind echt klasse, für jeden verständlich und einfach umsetzbar. Indexfonds (ETFs) werden von quasi allen Online-Banken günstig angeboten, auch als monatliche Sparpläne für kleines Budget. Eine super Sache!

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