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Felicia Hargarten ★ Wie das richtige Money Mindset dein Leben verändert

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Interview mit Felicia Hargarten von Travelicia & DNX

Yo Leute, herzliche Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ – Deiner Show zu den Themen ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Nomaden, persönliches Wachstum.

Heute Moneymindset und sonst auch Sport, gesunde Ernährung, alles was zu nem guten und gesunden Lifestyle dazu gehört. Dieses Mal live aus Bangkok. Wir sind vor zwei Tagen hier angekommen und waren vorher in Hongkong, wo alles nochmal ne Stufe überdimensionierter ist. Riesen Leuchtreklamen. Die ganze Stadt ist nachts hell. Man weiß gar nicht, ob’s morgens, abends, mittags, nachts, links, rechts, vorne, hinten ist. Trotzdem hat es mir echt richtig gut gefallen in Hongkong und ich glaube, es war nicht der letzte Besuch in dieser coolen, geilen Metropole und dem Tor nach Asien.

Ja, jetzt sind wir hier in Bangkok im Airbnb, 27. Stock mit Blick über die Stadt. Ich muss sagen, da haben wir richtig, richtig viel Schwein gehabt hier so ne coole Butze zu finden und heute habe ich meine Freundin, Felicia Hargarten vor’s Mikro geholt, weil Feli hat bei mir im Leben die Finanzen auf Vordermann gebracht. Ich war vorher so ein typischer Typ, der … typischer Typ… genau… der nie genug Geld hatte, egal, wieviel Geld ich verdient habe, habe ich immer soviel ausgegeben, dass am Ende nicht viel übrig geblieben ist.

Bis Feli in mein Leben gekommen ist und ja, wie man auch in so einen Mindset kommen kann und was für Tips es gibt, um seine Finanzen besser im Griff zu haben, darüber habe ich mit ihr hier auf der Couch auf der Airbnb Wohnung gesprochen.

Viel Spaß!

In dieser Folge lernst du:

  1. Wie du deine Finanzen mit einfach Maßnahmen in den Griff bekommst.
  2. Wo du schon im Alltag mit kleinen Änderungen viel sparen kannst.
  3. Wie du auf Reisen sparen kannst und wo du günstige Flüge findest.

 

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1.000 Dank, Dein Marcus

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Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen

Marcus: Ja hi Feli, cool, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um bei mir auf dem Podcast am Start zu sein!

Feli: Ja! Schön.

Marcus: Ja, wir beide wollen heute über das Thema Moneymind sprechen und der Einstellung zum Geld im Allgemeinen und ja… ich muss sagen, Du hast ganz schön bei mir auch in Sachen Finanzen was verändern können, oder glücklicherweise auch verändert. Weil ich war eigentlich so der Prototyp des 9 to 5 Arbeiters, der sich dann hochgearbeitet hat, immer mehr Gehalt hatte, aber immer gleich wenig Geld, egal wie viel ich verdient habe. Und bei Dir hat mir das immer imponiert, dass Du eigentlich immer so die Disziplin hattest, auch etwas zurückzulegen und nicht zu viel auszugeben, egal wieviel Du hattest. Wie hast Du das gemacht?

Feli: Ähm, also generell habe ich halt von meinen Eltern schonmal gelernt, dass man also nie mehr ausgibt, als man hat. Also, es war immer das, was ich im Kopf hatte und ich wäre also niemals auf die Idee gekommen, großartig ins Minus zu gehen auf meinem Konto. Also es konnte natürlich schonmal sein, dass ich irgendwie ein bisschen von meinem Dispo genutzt habe, weil ich von meinem Sparkonto nichts überwiesen habe oder so, aber ich war noch nie in meinem Leben wirklich richtig im Minus. Also, ich habe immer nur das Geld ausgegeben, was ich hatte. Und meine Ansprüche waren eigentlich immer schon relativ gering. Also an Gegenstände oder an Wohnung. Deswegen hatte ich, oder ich habe immer darauf geachtet, dass ich relativ wenig Kosten hatte. Im Gegenzug dazu hatte ich aber auch mein Ziel, wofür ich dann das Geld, was ich einspare, verbrauchen will und das war schon in frühen Jahren bei mir das Reisen. Ich wollte mir also weite Reisen leisten. Meine erste Reise ging nach Kalifornien und ja, das kostet halt auch ein bisschen mit Flügen usw. und das war mir immer das Geld wert. Aber trotzdem habe ich immer nur die Reisen gemacht, die ich mir auch leisten konnte.

Marcus: Okay, das heißt Du hast schon immer gewusst, wieviel Geld Du auf dem Konto hast. Du bist ja glaube ich sehr, ich weiß es nicht, ich glaube ich weiß, dass Du sehr nachhaltig bist mit Listen, Einnahmen, Ausgaben, verschiedene Konten, verschiedene Karten, Unterkonten angelegt. Heißt, Du hast nie den Überblick verloren in Sachen Finanzen und wusstest immer genau, was reinkommt und was rausgeht.

Feli: Also, ich habe schonmal den Überblick verloren, dann aber immer nur für kurze Zeit. Dass ich dann nicht mehr wusste, was geht da noch ab, was kommt hier usw. Aber ich finde super sicher ne ganz einfache Excel-Liste zu machen mit seinen monatlichen Kosten. Was geht raus für Miete, was geht raus für Versicherungen, was geht raus für’s Fitnessstudio. Das ist total einfach. Und was hat man für Einnahmen und was bleibt übrig. Und man kann, wenn man direkt sagt: Okay das bleibt übrig und so und so viel Prozent davon lege ich weg und spare ich, dann ist das besser, als zu sagen: Okay, ich gebe erstmal alles aus und gucke am Ende des Monats, was übrig bleibt und spare das dann. Das funktioniert nämlich meistens nicht. Weil ausgeben kann man halt bis ins Unendliche und Wünsche hat auch jeder Mensch bis ins Unendliche. Und das funktioniert halt nicht.

Marcus: Hm, das war glaube ich genau bei mir das Problem, als ich dann mehr Geld zur Verfügung hatte, habe ich automatisch mehr Geld ausgegeben. Sprich: Im Supermarkt, ich habe mich nicht mehr nach unten im Regal nach den Eigenmarken gebückt oder so und dachte “Komm, die Butter sind 20 Cent mehr, hast ja jetzt auch ein bisschen mehr Kohle.” Oder habe mir dann mal Pay TV geleistet, wo dann wieder monatlich Kosten abgegangen sind, obwohl ich das eigentlich nie gebraucht habe. Ich habe vorher immer bei Kumpels geguckt. Also letztendlich – wie Du schon sagtest – die Wünsche sind endlos und man kann das Geld ja immer ausgeben und so war ich dann immer +/- 0, ein bisschen im Dispo drin, ein bisschen raus. Das war nicht cool.

Feli: Und mich haben auch schon immer Sachen genervt, wie irgendwie monatlich anfügen oder wo man sich lange binden musste. Wie lange Verträge und so. Und ich habe immer versucht, das so flexibel wie möglich zu halten, weil wer weiß schon, ob ich drei Jahre lang irgendeinen Handy-Vertrag haben will. Glücklicherweise ändern sich die Zeiten dahin, dass es besser möglich ist, flexiblere Sachen. Beim Fitnessstudio und so. Es ist zum Beispiel schwierig und das hat mich schon immer, immer genervt, mich da irgendwie lange festzulegen.

Marcus: Ja, das heißt Du bist dann eher nen kurzen Vertrag, nen flexiblen eingegangen für mehr Monatsbeitrag, als einen langfristigen, wo man dann unterm Strich monatlich weniger gezahlt hat?

Feli: Im Zweifelsfall ja. Das muss man dann halt gegeneinander abwägen. Aber das habe ich auch schon immer gemacht, gerade bei solchen Vertragssachen, dann wirklich sehr genau verglichen zwischen verschiedenen Anbietern und mich dann erst entschieden. Das ist halt ein bisschen Arbeit, aber im Longterm besser.

Marcus: Okay, was sind denn konkret Deine Tips beispielsweise, wenn Du sagst Handyvertrag? Wir sind ja auch öfters mal in Deutschland. Was für einen Handyvertrag hast Du?

Feli: Den habe ich zum Beispiel von Congstar, weil der super, super flexibel ist. Den kann man halt so monatlich kündigen, vom 15. zum Monatsanfang und ja, da kann man die Flatrates ab und zu bestellen, je nach dem wieviel man telefoniert oder wieviel Datenflat man hat und das Ding ist einfach super geil. Es ist total günstig. Wenn ich jetzt höre, dass dann andere, weiß ich nicht, viermal so viel zahlen und nicht aus ihrem Vertrag rauskommen, das ist natürlich echt ein großer Unterschied.

Marcus: Ja und das coole ist, es ist auch noch im D1 Netz und die anderen haben wahrscheinlich das gleiche Netz, die gleichen Leistungen, aber zahlen dann viermal so viel, sind im Vertrag drin und Congstar ist in dem Fall einfach nur cool ne?

Feli: Ja, viele Leute sind halt einfach zu faul zu vergleichen oder Overwhelmed. Also, mich overwhelmed das auch, irgendwelche Tarife, gerade bei der Krankenkasse habe ich das gemerkt, als ich in die Selbstständigkeit gegangen bin. Da habe ich gedacht: Scheiße! Ich blick da nicht durch, was das Beste ist. Da muss man sich echt durchfuchsen oder halt Leute fragen, die schon weiter sind. Die sich schonmal mit dem Thema beschäftigt haben und die einem da weiterhelfen können.

Marcus: Ja, ähm. Nächstes Beispiel: Was ist Dein Fitnessstudiovertrag? In welchem Studio bist? Waren die direkt bereit, das flexibel zu gestalten.

Feli: Also, da bin ich zum Beispiel in Berlin bei Fitness First. Und da habe ich mich tatsächlich nicht für den billigsten Vertrag entschieden. Der kostet 50,00 Euro im Monat und es gibt auch welche in Berlin für 20,00 Euro, aber zum Beispiel Fitness ist eigentlich das Einzige Hobby in Berlin, was ich non-stop mache. Also da habe ich gesagt, es ist mir das wert und da würde ich eher wieder an anderen Sachen sparen. Also…

Marcus: Und die waren direkt auch gesprächsbereit und Du kannst den Vertrag dann ruhen lassen?

Feli: Genau, also das habe ich, bevor ich den Vertrag abgeschlossen habe, habe ich gesagt, ich mache das nur, wenn ich den ruhen lassen kann, wenn ich im Ausland bin. Und ähm, das haben die dann irgendwie vermerkt und jetzt kann ich dann jederzeit ohne Probleme den Vertrag stilllegen, wenn ich unterwegs bin. Weil das ist natürlich ganz bescheuert, wenn man viel unterwegs ist, doppelt zu zahlen. Man muss seine Kosten echt auf Null halten. Aber ja… der ganze Umgang mit Geld hat halt viel damit zu tun, was man so für Believes im Kopf hat. Also, was man so von früher gehört hat. Dieses “Geld ist schlecht” oder “Man darf kein Geld haben” oder …

Marcus: … “Geld verdirbt den Charakter”, all die Sprüche oder?

Feli: Genau, diese ganzen Sprüche, die beeinflussen einen schon im Leben, wie man mit Geld umgeht. Also eigentlich sollte man ein positives Verhältnis zu Geld haben, weil nur so kann man auch an mehr Geld kommen. Denn das Unterbewusstsein spielt da ja schon ne Rolle, dass man in die richtige Richtung steuert und ja, also Geld an sich ist ja nix Schlechtes. Es ist ja einfach nur ein Stück Papier und ein Mittel zum Zweck. Und das Ding ist, viele Leute glauben Geld ist schlecht, aber man kann … es ist doch schön, viel Geld zu haben. Man kann es ja auch für etwas Gutes verwenden. Sag ich mal, wenn ich viel zu viel Geld habe, kann ich ein Charity Projekt machen oder irgendwas Gutes unterstützen. Man verbindet das halt sehr oft mit Negativem und das führt dann oft dazu, dass man nicht mehr Geld generiert oder immer in dieser Trap bleibt, nichts übrig zu haben.

Marcus: Ja, ich glaube ganz entscheidend ist auch dieser Trap nicht viel übrig zu haben, dass viele Leute sich darauf verlassen, dass die Firmen selbstständig und automatisch die Kosten abbuchen und so irgendwann dann auch den Überblick verlieren. Also das heißt, die meisten geben einfach Einzugsermächtigungen raus, zahlen alles mit Karte oder überweisen online und haben in den seltensten Fällen überhaupt noch viel Geld in der Hand. Kann das das Verhältnis zum Geld dann auch ein bisschen einschränken?

Feli: Ja auf jeden Fall. Also, es ist schon ein Unterschied, wenn man Geld in der Hand hat oder dauernd mit Karte bezahlt, ne? Da verliert man den Überblick, wenn man sich nicht aufschreibt. Aber es gibt natürlich auch coole Apps, wo man seine Ausgaben checken kann. Aber sowas ist jetzt mir zu aufwändig. Also da bin ich auch zu faul. Das gibt’s auch zum Beispiel für Reisen, um zu gucken, ob man auch im täglichen Budget drin ist. Weil gerade da kann man natürlich mal hohe Kosten haben, wenn man doch mal grad nen Flug bucht oder irgendwie was außergewöhnlich hohes hat, was über dem Tagesbedarf liegt, dass man da so ein bisschen den Überblick verliert von Deinem Reisebudget.

Marcus: Hm, was ist Dein Tip für Kosten auf Reisen im Griff zu haben? Du sagst gerade ein tägliches Reisebudget. Ich habe sowas früher nie gemacht. Du schon immer wahrscheinlich?

Feli: Ähm ja. Also, als ich meine erste Weltreise gemacht habe mit Anfang 20, hatte ich schon auch mega irgendwie Schiss zu wenig Geld zu haben. Klar kann man viel recherchieren, was haben andere gebraucht und so. Aber meistens ist es schon so, dass man ein bisschen mehr braucht, als man denkt, weil man dann doch viel unternimmt und macht und auch nicht alles so günstig ist. Aber so ein grobes Monatsbudget zu haben macht schon Sinn. Das Problem ist nur, dass das je nach Land unterschiedlich sein kann. Also in einem brauchst Du vielleicht mehr, im anderen weniger. Und dann kommst Du wieder auf +/- 0 raus. Aber da so gar keinen Überblick zu haben, ist auch ein doofes Gefühl.

Marcus: Hm, was wäre denn Dein konkreter Tip für wenn man auf Reisen ist, seine Kosten zu senken? Kann man da irgendwelche Sachen alternativ nutzen? Unterkünfte, Transportmittel…?

Feli: Also, da gibt es halt sehr, sehr viele Möglichkeiten. Aber mal ein Beispiel im unterschiedlichen Denken von Leuten: Angenommen man bekommt jetzt nen Flug gesponsort oder ne Standby-Rate und der Flug kostet jetzt nur noch 150,00 Euro in der Economy Class, man hat aber zum Beispiel die Möglichkeit Business Class zu fliegen für 300,00 Euro. Dann gibt’s einmal die Leute, die sagen: Ahh, dann nehme ich lieber den für 150,00 Euro, dann habe ich ja Geld gespart und der andere sagt: Ah nee, dann zahle ich lieber das gleiche oder mehr oder weniger das gleiche wie vorher und mache aber ein Upgrade. Also fahre meine Wünsche oder die Qualität hoch. Und beim Reisen ist es natürlich genauso. Man kann einmal mit dem günstigen Zug fahren oder einmal mit dem teuren Flieger. Also das ist auch so ein bisschen die Grenze, wieviel man an Komfort einbüßt. Und das können manche Leute besser und schlechter. Aber je mehr man natürlich Komfort nutzt, desto mehr gewöhnt man sich dran und kann nicht mehr drauf verzichten. Deswegen bin ich generell immer so ein Fan von Downsizing und wenig zu haben, dann kannst Du auch wenig verlieren und willst vielleicht auch gar nicht mehr. Und letztendlich machen einen die Dinge ja gar nicht glücklich, sondern eher die Erlebnisse. Andererseits ist es natürlich auch so, wenn jetzt der Flug – es muss immer alles im Verhältnis stehen – wenn ein Flug mit Stop-Over von, weiß ich nicht – 30 Stunden, nur geringfügig billiger ist, als einer, der direkt geht… also, man muss halt immer gucken. Wie ist das Verhältnis von dem was man spart und dem was man bekommt?

Marcus: Hm. Und gerade bei Flügen, hast Du da einen Tip zum Sparen?

Feli: Ach bei Flügen gibt es viele Tipps zum Sparen. Dass man einfach mal halt nicht zu den üblichen Daten guckt oder nicht zu den Daten, die am Wochenende liegen oder montags, freitags sondern eher in der Woche. Dass man vielleicht einen Stop-Over in Kauf nimmt oder von nem Nachbarland fliegen, bei Deutschland Amsterdam. Ähm, ja klar mehrere Flugsuchmaschinen durchsuchen, aber ja… da ist es immer so. Mal zahlt man mehr, mal weniger. Ne gute Suche ist gut. Man kann zum Beispiel auf flightfox suchen lassen. Aber wenn Du jetzt dann zehn Stunden nach nem günstigen Flug suchst, ist das den Aufwand auch wieder nicht wert. Also, da muss man ein bisschen gucken. Aber generell wollte ich noch sagen, ich war immer gut drin, selbst zu sparen, habe das dann auf meinem Konto gehabt und halt für Reisen ausgegeben oder ein bisschen als meinen persönlichen Sicherheitspuffer gespart. Wo ich aber lange Zeit überhaupt nicht gut drin war, war das gesparte Geld zu investieren. Also, eigentlich macht es ja Sinn da noch mehr Geld draus zu generieren und das habe ich lange Zeit nicht gut hingekriegt. Weil bei vielen Leuten ist der Kreislauf halt so: Man nimmt Geld ein, schafft sich Verbindlichkeiten, zum Beispiel ein Haus oder so, wofür man dann Zinsen zahlt oder wieder höhere Kosten hat. Das heißt, das Geld geht dann weiter raus. Und um mehr Geld zu machen und reicher zu werden, muss man halt das eingehende Geld investieren, um mehr Geld rauszukriegen. Das ist eigentlich der sinnvollste Weg. Aber das ganze Thema Investition ist halt total undurchsichtig und viele Leute überfordert es auch. Mich hat es auch überfordert, weil ich keine Ahnung habe von Aktien. Klar das Tagesgeldkonto, aber da kann man ja meistens drüber lachen, was es da an Zinsen gibt. Also, diese richtigen … die fetten Investitionen, das ist schon hakelig, sich da mal reinzufuchsen. Das habe ich dann vor gar nicht allzu langer Zeit gemacht, bin aber jetzt echt mal froh darüber. Und das kam bei mir auch deshalb, weil ich durch die Selbstständigkeit halt meine Altersvorsorgeverträge, die üblichen gecutted habe und stattdessen halt irgendetwas anderes machen wollte. Und da kam ich auf dieses Thema investieren und habe mich da auch eingelesen.

Marcus: Und wo genau hast Du Dich eingelesen? Was gibt’s da für Ressourcen, gerade wenn man das Gefühl hat, so wie bei Dir, es ist völlig undurchsichtig und es überfordert einen und dann lässt man’s lieber liegen auf nem Tagesgeldkonto für 0,02% oder so? Also was war der Trigger dann mutiger zu werden in dem Bereich?

Feli: Ja, also ich dachte die ganze Zeit, irgendetwas muss ich machen. Ein bisschen gespartes Geld, was einfach nur rumliegt ist doof. Meine Strategie bei allem, wenn ich irgendetwas nicht weiß, ist erstmal immer meine Freunde zu fragen oder meine Eltern oder meinen Bruder oder halt alle, die ich kenne, ob die sowas schon gemacht haben und was die mir für Tipps geben können. Was die für Erfahrungen haben. Und dann natürlich online. Da gibt’s zum Beispiel Zen Depot als Blog vom Holger Grethe. Der mal einfach beschrieben hat, was es für Möglichkeiten gibt, sodass sogar ich es verstanden habe. Den fand ich super cool. Oder ich ja… ich bohre halt nach und frage nach bei Leuten, Institutionen, rufe an, gehe dahin und fange einfach an, mich damit zu beschäftigen.

Marcus: Aha, und wie bist Du jetzt aufgestellt vermögenstechnisch? Wie hast Du das Geld aufgeteilt oder angelegt? Gibt’s da ne Strategie oder bist Du noch am testen? Und seit wann bist Du da mutiger geworden?

Feli: Ähm, also ich habe mich für ETFs entschieden, das sind Aktienfonds und die sind sehr geil. Also, das kannst du alles alleine durchblicken ohne Bankberater und der große Gebühren für irgendwen noch, der dazwischen geschaltet ist, zu zahlen. Und die Wertpapiere haben halt wenig Kosten. Also genau… die Gebühren bei der Bank und das…

Marcus: Genau, also das ist kein Fonds, der gemanaged werden muss. Ich glaube, das läuft von selbst, ist einfache ne Indice, der eh immer abgebildet wird. Dafür können die Banken keine Gebühren nehmen. Und ansonsten von der Bank selber, glaube ich, die ETF-Verwaltung ist auch relativ kostengünstig.

Feli: Genau, aber wenn man sich dann für ETFs entschieden hat, steht natürlich immernoch die Frage, welche ETFs und ja… da habe ich dann erstmal so ganz auch Leute gefragt und so ein kleines Portfolio zum Test zusammengestellt, um zu gucken was passiert und mich dann halt ganz langsam daran getraut, um das selber dann im Backend von der comdirect Bank im Depot gemacht.

Marcus: Okay und jetzt liegt das Geld im Depot und läuft einfach weiter oder wie oft muss man sich dann darum kümmern oder sollte man sich darum kümmern?

Feli: Nee also ETFs sind halt langfristig angelegt. Die sollten wirklich so über Jahre da liegen, möglichst. Ja, die orientieren sich an dem Aktienindex, zum Beispiel der DAX ETF am DAX usw. Ja, also es ist eine langfrisitige Geschichte und da muss man nicht… das ist kein Trading, wie Aktien kaufen, verkaufen. Ich habe mich aber trotzdem getraut eine Aktie zu kaufen und das ist die Facebook-Aktie und die ist sogar gestiegen, aber das war einfach halt nur so mal zum Test und zu gucken, weiß ich nicht, vielleicht traue ich mich da auch irgendwann mal mehr, aber…. ja… aber generell ist es auch cool, sich so zu sagen: Okay, wieviel Geld habe ich pro Monat zur Verfügung? Und jetzt auch nicht zu sagen: Ey, ich verzichte auf coole Sachen, wie meine Massagen, SPA oder irgendein cooles Event. Sondern sich wirklich so zu sagen: Okay, so und so viel brauche ich zur Lebenshaltung: Wohnung, Versicherung, Essen. Das sind meine Hobbies, so und so viel will ich investieren oder sparen, zum Beispiel 10%. Also, dass man sich so Prozente sagt. Wieviel Prozent geht da? Und Du kannst auch sagen 10% nehme ich für Charity oder spende ich. Das kann zum Beispiel auch im Ausland cool sein, wenn man immer überall Bettler sieht oder Musiker und man sich jedes Mal so fragt “Oh soll ich dem jetzt was geben oder nicht?” Wenn Du so ein kleines Budget hast und sagst: Pro Monat gebe ich so und so viel Euro an diese Leute, wenn ich Bock habe. Dann fragt man sich nicht immer “Mache ich das jetzt oder nicht?” Sondern hat halt einfach seinen festen Topf dafür. Und wenn der dann ausgeschöpft ist, Dein Activity und Freizeit Topf, dann kannst Du halt erst wieder im nächsten Activity und Freizeit machen.

Marcus: Mh, und gerade als Selbstständiger macht’s vielleicht auch Sinn ein kleines Budget für eigene Bildung abzuzwacken oder?

Feli: Auf jeden Fall! Eigene Bildung, je schlauer man dann wieder wird, desto bessere Entscheidungen trifft man und desto mehr Geld generiert man dann wieder. Gerade auch beim eigenen Business. Und ja… das macht immer Sinn irgendwie in Kurse oder auch sich selbst zu investieren.

Marcus: Ja, was würdest Du dem Hörer empfehlen, der jetzt sagt “Boah, das ist super smart, klingt alles total schlau, was die Feli da erzählt. Ich habe das auch irgendwo schonmal alles gelesen und gehört und ich weiß auch, dass es nicht so cool ist, was ich mache. Ich kaufe mir viel zu viele Klamotten, viel zu viele Schuhe und bin immer mehr oder weniger im Dispo drin, dann wieder raus, also +/- 0. Ich schaff’s einfach nicht was beiseite zu legen.” Was würdest Du dem Hörer empfehlen, als allererstes anzugehen? Oder was können die ersten Steps da rein sein, in ein besseres Verhältnis zum Geld oder zum Sparen?

Feli: Also, erstmal muss man sich eingestehen, dass man ein Problem hat und überhaupt etwas ändern will. Und sich nicht einreden “Ach ja, ist ja nicht so wichtig und Geld ist ja nicht so wichtig und …” Man muss wirklich ja… erstmal sich dessen bewusst werden, dass man da ein Problem hat und dann das ganz pragmatisch angehen und erstmal nen Ist-Bestand machen, also so einen Audits. So, wie ist meine aktuelle Lage. Weil erst daraus kannst Du dann Strategien entwickeln, wie Du es in Zukunft ändern willst. Und es muss ja nicht voll radikal sein, sondern kann ja auch langsam Step by Step gehen. Also… ich bin meist der Radikale, wenn ich irgendwelche Ideen hab, aber man kann ja auch nach und nach seine Verträge mal durchschauen und sich so einen Plan machen, wieviel Prozent für was ausgeben will. Zum Beispiel bei der comdirect Bank gibt’s auch… aber das habe ich noch nie genutzt… kann man seine Ausgaben, glaube ich, auch markieren nach Kategorien und dann siehst Du in so einem Chart, da hast Du so einen Monatsüberblick. Das ist eigentlich ganz cool, aber ich hab’s auch noch nie gemacht.

Marcus: Hm, ich glaube, das haben auch andere Banken. Ich glaube, das wäre ein ganz guter Start und was mir auch sehr geholfen hat: Du hast mir ja damals geholfen, kurz bevor wir nach Asien aufgebrochen sind, einmal einen Komplettüberblick zu verschaffen. Was habe ich an Ausgaben, was geht jeden Monat raus und was habe ich an laufenden Verträgen und Versicherungen und was brauche ich überhaupt davon? Und ähm… ich wusste, dass es irgendwie Chaos bei mir ist und hab’s dann immer weiter vor mir hergeschoben, weil das macht einem ja auch Angst, sich das a) selber einzugestehen und b) das dann alles anzugehen und aufzuräumen. Aber ich glaube, das ist immens wichtig, weil jeder einzelne Tag, den Du da wartest, verschenkst Du eigentlich Geld ne?

Feli: Ja und vor allem, wenn bei langen Verträgen und so würde ich mir auch immer ne Liste machen oder nen Timer im Kalender, wann die Kündigungsfristen sind. Weil eigentlich, wenn man jetzt so nen Mobilfunkvertrag zum Beispiel nimmt, nach drei Jahren da gibt es in der Zeit garantiert neue Sachen oder keine Ahnung… ne Versicherung bin ich irgendwann mal umgestiegen auf die HUK Coburg, also ne Online-Versicherung, die dadurch weniger Gebühren hatte, dass man dann im Backend, wenn man einen Fall hat, Haftpflichtversicherung oder so, das selbst einreicht und verwaltet und ja… die haben dann einen schlechteren Customer Service oder irgendwas, aber in all den Jahren habe ich halt glaube ich, noch überhaupt keinen Fall eingereicht. Deswegen ist mir das völlig egal. Aber es gibt halt auch immer wieder neue Anbieter. Es lohnt sich also immer mal wieder, weiß ich nicht – jedes Jahr, alle zwei Jahre – nochmal alles zu überprüfen und zu hinterfragen vor allem und nicht für gegeben zu nehmen, dass man dies und jenes und sowieso braucht. Oder bei Versicherungen … manchmal ändert sich ja auch der Status im Leben, dass das Produkt gar nicht mehr passt oder so. Und viele Leute bleiben einfach bei dem was sie haben und machen nix.

Marcus: Ja genau. Das habe ich ja auch mit der Autoversicherung gemerkt, als ich noch mein Auto hatte. Da hat mir irgendjemand einen Tip gegeben, ich glaube im Oktober oder November, da läuft immer so ne Wechselfrist aus, und dann ist immer großer Alarm bei den ganzen Versicherungen und verlieren wir Leute oder kriegen wir neue? Und wenn Du genau zu dem Zeitpunkt dann nachfragst, ob die was an Deinem Tarif optimieren können, haben die mir jedes Mal quasi noch nen Rabatt gegeben, damit ich bei der Versicherung bleibe. Und die meisten reden glaube ich gar nicht mit ihren Anbietern oder Versicherern.

Feli: Hm, und was halt auch noch so ein Money-Ding ist, dass man im Kopf hat “Boah, für Geld muss ich richtig viel arbeiten und schuften”.

Marcus: Ja, so ein bisschen Arbeiten muss weh tun. Arbeit darf keinen Spaß machen, so diese Hardliner ne? Die dann voll genervt sind, auch von diesem Lifestyle, den wir führen als digitale Nomaden.

Feli: Genau und da habe ich halt selber auch die Erfahrung gemacht, dass man Sachen mit Spaß machen kann und plötzlich viel mehr Geld generiert, als man eigentlich wollte. Als ich mit meinem Blog zum Beispiel angefangen habe. Also, das geht wirklich (grinst) Ja, das muss man glaube ich, selber erfahren, um das zu verstehen.

Marcus: Hm. Du hast Dich dann ja auch selbstständig gemacht auf dem Weg zum digitalen Nomaden. Hat Dir das viel Angst bereitet? Gerade auch im Hinblick auf die Geldgeschichte, dass Du nicht mehr monatlich weißt, was auf’s Konto kommt, war das irgendwie ne große Herausforderung für Dich oder hast Du das eigentlich gut gebacken bekommen? Wie bist Du die ganze Selbstständigkeit angegangen?

Feli: Ja also, meine größte Angst bei der Selbstständigkeit war tatsächlich kein oder nicht genug Geld zu verdienen. Das war genau mein Problem. Dass das außer Kontrolle gerät und ich irgendwie nicht genug Einnahmen habe. Ja, da ist es immer das Beste, sich den Worse Case vorzustellen. Dass man wirklich unter der Brücke schläft ist halt unwahrscheinlich. Ja, aber auch nen ordentlichen Plan zu machen. So ein bisschen halt einen Puffer zu haben, falls mal ein Monat nicht gut geht und was viele Selbstständige halt einfach falsch machen, aber gerade am Anfang gibt es Monate, wo Du mehr verdienst und weniger. Also man muss dann in den Monaten, wo man mehr verdient auch mal ein bisschen was einplanen für wenn’s mal weniger ist. Und halt nicht immer so viel ausgeben, wie man hat. Auch da … Ja, aber es ist natürlich schon schwierig, das alles im Überblick zu haben, gerade wenn man erstmal unsteady Einnahmen hat.

Marcus: Hm, würdest Du sagen, da empfiehlt sich auch einen Puffer anzusparen, bevor man so ein Abenteuer in die Selbständigkeit angeht?

Feli: Ja, das kommt auf das Sicherheitsbedürfnis von jedem Einzelnen an, aber so drei Monate sollte man schon haben und ich glaube, ich hatte so sechs Monate. Und ich wusste direkt so, das Beste, was ich machen kann, ist meine Kosten so weit wie möglich runterzuschrauben. Und das habe ich dann natürlich wieder mega gut hingekriegt, sodass ich ganz am Anfang echt gesagt habe “Boah, wenn ich 1.000,00 Euro habe ist alles gut”. Klar war mein Ziel dann irgendwann, als ich das erreicht hatte, mehr zu verdienen. Aber so für den Anfang waren die 1.000,00 Euro so mein Anker. Da habe ich gedacht, dann komme ich doch irgendwie über die Runden.

Marcus:  Und was gerade bei Dir, glaube ich, geholfen hat: Du warst schon immer ein krasser Minimalist, hast zu dem Thema ja auch schon einen Vortrag auf der DNX gegeben und warst auch schon in den Medien dazu. Hat Dich irgendjemand dahingebracht? Wurdest Du dazu erzogen von Deinen Eltern oder kam das irgendwie ganz von selbst? Wie wird man so ein Hardcore Minimalist wie Du? Gerade auch in Zeiten, wo das Thema noch nicht so populär war, wie heute?

Feli: Also witzigerweise bin ich noch gar nicht mal mehr aus… in erster Linie Minimalist, weil ich Geld sparen will, sondern eher weil mich das wirklich frei im Kopf macht. Also ich fühle mich viel, viel besser mit weniger Sachen. Ich habe weniger Sachen, wo ich auch mich zeitlich drum kümmern muss. Also, es ist nicht nur das Geld. Und das habe ich halt selber gemerkt, als ich früher… also, ich bin sehr früh schon ins Arbeitsleben eingetreten, also mit Anfang 20 schon, weil ich eine ganz normale Ausbildung am Anfang gemacht habe und habe da gar nicht schlecht verdient, weil ich bei nem Unternehmen war, das der Stadt Köln angehörte. Also nicht schlecht verdient für das Alter und für die um mich herum. Die meisten alle noch studiert haben. Ich hatte ne eigene Wohnung, die ich mir leisten konnte…

Marcus: … bist aber später wieder in eine WG gezogen ne?

Feli: Genau, aber ja… das kam dann alles später. Ich hatte dann eigentlich echt relativ viel schon für mein Alter und hab aber dann gemerkt, hm, was ich eigentlich will ist freier sein. Ich will das eigentlich gar nicht. Eine schöne große Wohnung, ja… hier diesen und diesen Schnickschnack. Ich wollte eigentlich mehr erleben, mehr Abenteuer, mehr Freiheit und ab dem Zeitpunkt habe ich dann gemerkt, dass mir Dinge weniger wichtig sind als Freiheit. Und dann habe ich alles wieder aufgegeben.

Marcus: (lacht)  Bist in ne WG gezogen, hast alles verschenkt, verkauft?

Feli: Genau. Also, ich bin wieder in ne WG gezogen. In der habe ich sehr, sehr lange gewohnt, wo ich auch noch gut verdient habe, bei Stepstone. Ja da hatte ich halt dann echt wenig Kosten. Ich habe für mein Zimmer dann 200,00 Euro/300,00 Euro Maximum, glaube ich, gezahlt. Ich habe mein ganzes Geld halt in Reisen reingehauen und da haben mich auch immer alle Kollegen gefragt “Wie kannst Du so viel Reisen” und so. Und ich habe gesagt “Ey Leute, ich habe kein Auto, ich wohne in nem 20 qm Zimmer.” Was zu dem Zeitpunkt voll okay für mich war, weil es richtig cool war in der WG. Also ich hab’s geliebt da zu wohnen. Da war immer was los.

Marcus: Also, Du hast es voll aus freien Stücken gemacht. Das war kein bisschen Verzicht. Ich glaube, das ist auch wichtig, ne? Dass es nicht weh tut.

Feli: Nee, das hat mir überhaupt nicht weg getan. Ich wusste genau, wie es anders ist. Das war mein Vorteil.

Marcus: Hm, und Du wusstest genau, was für einen Mehrwert das hat, das Geld, was Du an anderer Seite sparst, dann in Reisen investieren zu können oder?

Feli: Ja, aber dann kam halt das nächste Problem, dass ich so wenig Zeit hatte für Reisen ne? Also, es ist ja immer Geld oder Zeit, das Problem. Und das hat mich dann wieder angenervt, weil wenn Du wenig Zeit hast, Du auch wieder zu ner bestimmten Zeit verreisen kannst, kannst Du Dir auch keine billigen Flüge suchen… Das ist so ein kleines Hamsterrad ne?

Marcus: Ja absolut. Und Selbstständigkeit war in dem Moment noch keine Option für Dich oder?

Feli: Nee, also da hatte ich immer viel zu viel Schiss vor und auch zu wenig Selbstvertrauen. Ich dachte immer, das was ich kann ist ja nix besonderes. Das geht ja jedem so.

Marcus: Ja cool! Ich würde sagen, vielen Dank für diese spannende Folge, für die ganzen Gage, Tips. Was würdest Du jetzt als Letztes nochmal jemandem raten, der vielleicht denkt, er kommt da gar nicht mehr raus, der schon nen Kredit aufgenommen hat, der irgendwie ne Doppelhaushälfte hat, der sagt “Ich habe Verpflichtungen, ich habe Kinder und ich ertrinke und habe mehr Ausgaben als Einnahmen”. Was würdest Du dem raten?

Feli: Also dann, wenn das der Fall ist, wenn man echt da nicht mehr rauskommt, dann würde ich mir professionelle Hilfe holen und wirklich jemanden dafür bezahlen, der da Profi ist. Also wie wenn man sich nen Psychologen holt oder keine Ahnung, jemanden der einen… nen Ernährungsberater. Also früher habe ich auch immer gedacht so “Boah, dafür kann man doch kein Geld ausgeben”. Hätte ich nie gemacht, aber jetzt heutzutage würde ich denken “auf jeden Fall!” Weil Du investierst ja in was, was Dich langfristig halt rausholt oder weiterbringt. Und manchmal kommt man halt an den Punkt, da braucht man externe Hilfe. Da kommt man alleine nicht mehr weiter. Und gerade wenn man in einer Schuldenfalle ist, muss man, bevor man irgendwie weiterkommt, erstmal die Schulden abbauen, um dann in die Zukunft zu gucken.

Marcus: Hm und Schulden generiert man dann in der Regel durch Kredite oder irgendwelche Finanzierungen für Sachen, die man … die nur Sachen sind, die Gegenstände sind ne?

Feli: Genau, das ist das Schlechteste was man machen kann. Also, wenn man sich jetzt nen Gegenstand kauft und den zwei Jahre abbezahlt, ist halt das Problem auch: Jetzt freust Du Dich noch, aber die Freude von so nem Gegenstand geht halt ziemlich schnell den Bach runter. Oder nach nem halben Jahr findest Du das Auto, was Du Dir gekauft hast normal und nichts mehr Besonderes und dann zahlst Du noch drei Jahre dafür weiter. Das ist halt richtig, richtig Scheiße, also…

Marcus: Es gibt ja sogar Untersuchungen, dass die Vorfreude auf diesen Autokauf sogar noch größer ist, als dann der erste Moment, wenn Du das Auto hast. Dann ist es immernoch ganz okay, aber schon gar nicht mehr so hoch, wie die Vorfreude und wenn Du dann das Auto nach drei, vier Monaten fährst, oder nach nem Jahr, ist halt Usus ganz normal und im schlimmsten Fall zahlst Du das immernoch ab.

Feli: Ja total. Und ich persönlich bin zum Beispiel auch kein Fan davon, immer die neuesten Sachen zu kaufen, wie das neue iPhone oder so. Dann sind da ein paar Funktionen anders, also das ist mir nach fünf Tagen irgendwie Latte. Und die Firmen spekulieren ja genau dadrauf und bringen ständig neue Sachen raus, damit die Leute Geld ausgeben und das finde ich… also, das ist auch so ne Falle, in die ich einfach nicht reintrappe, weil ich sag “Ach, mein iPhone reicht mir”. Und mein Gott, ja… das Neuerere hole ich mir dann halt zeitversetzt später und spare halt diese ganzen Kosten, die dafür anfallen, dass man jetzt der Erste ist, der das hat oder so. Und ja… dann geht Dir das iPhone kaputt. Dann ärgerst Du Dich nur und man muss halt wissen, was hat man für Grundneeds, was muss das Ding können und alles andere wird einem nur eingeredet von der Werbung oder so, dass man irgendwas unbedingt braucht.

Marcus: Wie bist Du zu dem Wissen gekommen zum Thema Geld, was Du jetzt schon hast und hier rausgehauen hast?

Feli: Ja learning by doing halt. Meiner eigenen Erfahrungen und dass ich gelesen habe, Leute gefragt habe, wie es bei denen ist. Ja… Zum Beispiel beim Thema Gehalt. Das ist auch immer so ne Sache. Als Angestellter kommst Du halt nie höher in Deinem Gehalt oder schwieriger. Ich habe erst einmal in meinem Leben in der Firma dann ne Gehaltsverhandlung gehabt und gefragt, ob ich mehr Geld bekomme. Aber das fand ich auch total schwierig und war super unsicher, wie ich das machen soll und ja… manchmal ja, da muss man halt auch gucken, wie verdiene ich mehr Geld? Wie kann ich meine Geldmenge erhöhen?

Marcus: Und bei all dem Wissen zum Thema Geld und zusammen mit dem Reisewissen, weiß ich, dass Du da gerade an nem Ebook schreibst. Kann man sich das schon irgendwo vormerken und was genau steht in dem Ebook dann drin.

Feli: Ach so genau. Da geht’s auch um das Thema Geld sparen vor Reisen und auf Reisen. Da habe ich mein ganzes Wissen niedergeschrieben. Und ja, wenn alles gut geht, ist es bis Ende des Jahres auf meinem Blog verfügbar. Ich setz mich nächste Woche dran (grinst)

Marcus: (grinst) Okay und wo kann man sich da eintragen oder vormerken, wenn man da Bock auf das Ebook hat, wie ist die URL?

Feli: Achso, auf meinem Blog www.travelicia.de.

Marcus: Okay, da trägt man sich dann in den Newsletter ein und sobald man im Verteiler ist, wird man auch über das Buch informiert, oder?

Feli: So sieht’s aus.

Marcus: Okay perfekt! Also ich werde Dir auf die Finger schauen, warte…

Feli: Achso, in dem Ebook habe ich auch noch coole Interviews geführt mit Leuten zu dem Thema als Bonusmaterial. Das war auch sehr sehr spannend.

Marcus: Mit wem zum Beispiel?

Feli: Ähm, zum Beispiel auch mit einer, die Money Coaching macht. Das fand ich auch sehr cool, und Leute halt zu dem Thema professionell berät.

Marcus: Hm oder Holger Grethe, Sebastian…

Feli: Genau, also es sind fünf Interviews… habe ich da geführt, die auch sehr spannend sind.

Marcus: Okay, ich werde Dir auf die Finger schauen und versuchen Dich zu motivieren, dass wir endlich auch das Ebook zu Ende bekommen. Vielen Dank für Deine Zeit und das Interview live aus Bangkok. Möchtest Du noch etwas sagen?

Feli: Nee, Bangkok hier ist auf jeden Fall. Die Skyline, wo wir gerade drauf schauen, macht Bock.

Marcus: Ja und wir haben hier echt ne coole Airbnb Bude jetzt gekriegt. Wir sind hier im 27. Stock am Phaya Thai BTS Station. Also direkt in Bangkok und Airbnb ist vielleicht auch nochmal so ein ganz gutes Beispiel. Es muss nicht immer ein teures Hotel sein. Wir zahlen jetzt glaube ich, hier in der Wohnung das gleiche, wie in nem abgerockten Hostel, wo wir die erste Nacht verbringen mussten, weil wir nur kurzfristig angekommen sind. Also immer Augen aufhalten, wo man was sparen kann und es muss nicht immer schlechter sein.

 

Yo, das war auch schon wieder die Folge 30 der LIFE HACKZ Show mit Feli Hargarten. Der Reiseblog von Feli ist unter www.travelicia.de zu finden und da kann man sich dann auch in den Newsletter eintragen, wenn man an dem Ebook Interesse hat. Ansonsten möchte ich euch gerne nochmal unsere Charity-Aktion nahe legen für Straßenkinder in Salvador de Bahía. Wir haben jetzt den 26.10. In gut, knapp drei Wochen geht es los mit der Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und im Rahmen von dieser Digital Nomad Cruise haben wir ne Charity-Aktion gestartet. Alle Infos darüber unter www.lifehackz.de/charity. Ich würde mich freuen, wenn ihr etwas spendet. Jeder Euro hilft und ansonsten hören wir uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out!